Erstes „Playbook“ für sichere Olympische Spiele veröffentlicht

04.02.2021, 17:48Uhr

Erstes „Playbook“ für sichere Olympische Spiele veröffentlicht© Tokyo 2020

Die Organisatoren in Tokio glauben weiter fest daran, dass die Olympischen Spiele im Sommer wie geplant stattfinden werden. Allerdings werden es wegen der Pandemie wohl andere Spiele sein als gewohnt. In dieser Woche haben die Organisatoren gemeinsam mit dem IOC und dem IPS das erste „Playbook“ für sichere Olympische Spiele veröffentlicht. Es enthält konkrete Maßnahmen, mit denen die Sicherheit aller Beteiligten trotz der Coronavirus-Pandemie sichergestellt werden soll. Für Olympia-Teilnehmer*innen heißt das: strenge Regeln vor, während und nach ihrer Zeit in Tokio. Ihre Bewegungsfreiheit wird während ihres Aufenthalts stark eingeschränkt. Touristische Ausflüge in der Stadt sind ebenso untersagt wie die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Erstes „Playbook“ für sichere Olympische Spiele veröffentlicht

Athlet*innen und Betreuer*innen dürfen sich demnach in den zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Japan nur zwischen Unterkunft, Wettkampf- und Trainingsstätten sowie einigen wenigen klar definierten Orten bewegen. Überall gilt eine strikte Maskenpflicht, auch unter freiem Himmel. Jede*r Teilnehmer*in selbst dafür verantwortlich ist, ausreichend Masken bei sich zu tragen. Schon vor der Einreise sollen die Teilnehmenden sich zudem in der Covid-19 Contact App (COCOA) registrieren, der japanischen Version der Corona-Warn-App. Vor und während des Aufenthalts sind regelmäßige Corona-Tests verpflichtend.

Das Playbook gibt jedoch noch weitere Regeln vor. So soll jeder unnötige Körperkontakt vermieden und zu anderen Personen stets ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. Bei Athlet*innen sind es sogar zwei Meter. Menschenmassen und geschlossene Räume sollen wenn möglich gemieden werden. Deshalb sind auch Besuche in Bars und Restaurants sowie Ausflüge für Sightseeing oder Shopping untersagt. Zur Fortbewegung sollen bis auf wenige Ausnahmen nur die offiziellen Olympia-Transporte benutzt werden.

Mindestabstand und Gesangsverbot – aber keine Impfpflicht

Während des Wettkampfes sollen die Aktiven lediglich durch Klatschen unterstützt werden. Singen oder lautes Anfeuern sind hingegen verboten. Offen ist weiterhin, ob überhaupt Zuschauer*innen zugelassen werden – und falls ja, ob auch von außerhalb Japans.

In den kommenden Wochen sollen weitere Vorgaben für die Delegationen, Helfer*innen und Medienvertreter veröffentlicht und präzisiert werden. IOC-Sportdirektor Kit McConnell sagt:

„Wenn Sie schon einmal bei den Spielen waren, wissen wir, dass diese Erfahrung in vielerlei Hinsicht anders sein wird. Für alle Teilnehmer*innen gibt es einige Bedingungen und Einschränkungen, die Ihre Flexibilität und Ihr Verständnis erfordern“

Wiederholte oder schwerwiegende Verstöße gegen die Olympia-Regeln können zum Entzug der Akkreditierung und des Rechts auf Teilnahme an den Spielen zur Folge haben. „Es gibt Regeln, und die Leute müssen sie befolgen. Jede Delegation wird einen Covid-Officer haben. Die Delegationen müssen klar machen, was es bedeutet, die Regeln einzuhalten“, sagt IOC-Olympia-Direktor Christophe Dubi. Eine Impfpflicht für Olympia-Teilnehmer*innen wird es dagegen nach aktuellem Stand nicht geben. In den Unterlagen heißt es dazu: „Sie müssen keinen Impfstoff erhalten haben, um an den Spielen teilnehmen zu können. Alle in diesem Playbook aufgeführten Regeln gelten unabhängig davon, ob Sie den Impfstoff erhalten haben oder nicht.“

>> Hier gibt es das Playbook zum Download