„Glaniator“ beendet überraschend Schwimmerkarriere

05.08.2020, 18:21Uhr

Jan-Philip Glania wird im September diesen Jahres seine aktive Schwimmerkarriere beenden, wie er am Dienstag über Social Media verkündete. Er wolle sich nun ganz auf seinen Beruf als Zahnarzt in seiner Heimatstadt Fulda konzentrieren, so Glania.

Damit verzichtet er auf eine dritte Teilnahme an den Olympischen Spielen, welche eigentlich den krönenden Abschluss seiner Karriere darstellen sollten. „Doch auch wenn dieser Wunsch wegen der Verschiebung der Spiele unerfüllt bleiben muss, trübt dieses letzte Jahr ohne ein weiteres sportliches Highlight meine Erinnerungen an die tolle Zeit im Schwimmsport nicht.“, schrieb der 31-Jährige am Dienstag auf Instagram.

Bereits im letzten Jahr absolvierte der „Glaniator“ erfolgreich sein Studium der Zahnmedizin und wollte sich in der Saison 2019/20 ein letztes Mal auf einen so großen Wettkampf wie die Olympischen Spiele vorbereiten. Dies überlässt er aufgrund der Verschiebung der Spiele nun den jüngeren Athlet*innen und bedankt sich auf diesem Wege bei seinen zahlreichen Freund*innen, Trainer*innen, Kolleg*innen und sonstigen Unterstützer*innen auf seiner Schwimmlaufbahn.

© Jo Kleindl

In seiner Karriere kann Jan-Philip Glania auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. So ist er seit 2012 amtierender Deutscher Rekordhalter auf 200m Rücken, qualifizierte sich damit für seine ersten Olympischen Spiele in London und schwamm 2012/2013 im A-Kader des Deutschen Schwimm-Verband e.V. Außerdem nahm er an zahlreichen nationalen und internationalen Wettkämpfen teil und konnte 4., 5., 6. Und 7. Plätze erzielen.

Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen WM-Bronze auf 100m Rücken (2014), sowie EM-Bronze mit der 4×100 Lagen Mixed Staffel (2015). Die lange Zeit im Schwimmsport habe ihn und sein gesamtes Leben sehr geprägt und er schaue voller Stolz darauf zurück, so Glania zu seinem Karriereende.

Allen Schwimmer*innen, die im nächsten Jahr in Tokio starten werden, wünscht Glania viel Erfolg: „Ich drücke allen Schwimmern und Sportlern die Daumen, dass sie ihren Traum von Olympischen Spielen in Tokio 2021 verwirklichen und an sicheren, coronafreien Spielen teilnehmen können.“