Matzerath und Demler kratzen an Olympianorm

09.04.2021, 20:36Uhr

Matzerath und Demler kratzen an Olympianorm© JO KLEINDL

Bei den internationalen Wettkämpfen in Stockholm (SWE) und Eindhoven (NED) konnten sich die Athlet*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) auch am Freitag wieder Siege erkämpfen. Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli – 08. August) sprangen an diesem Nachmittag jedoch leider (noch) nicht dabei heraus.

So triumphierte Lucas Matzerath in Schweden über die 100m Brust, mit einer Zeit von 1:00,03 Minuten blieb der junge Frankfurter allerdings 23 Hundertstel über der Normzeit für Tokio. Die muss er nun am nächsten Wochenende beim nationalen Qualifikationsfinale in Berlin (16. – 18. April) unterbieten. Dass Matzerath es schaffen kann, hatte er bereits im Dezember gezeigt, als er in Würzburg in 59,75 geglänzt hatte. „Das war schon sehr nah dran, mit etwas anderer Taktik wäre die Norm in Stockholm bereits drin gewesen“, meinte sein Trainer Mark Jayasundara. „Aber wir haben ja alles auf Berlin als Höhepunkt ausgerichtet, deswegen freuen wir uns jetzt darauf, dort anzugreifen.“

Heintz bezwingt Kusch beim Sieg über 100m Schmetterling

Für einen weiteren deutschen Sieg in Stockholm sorgte Philip Heintz (SV Nikar Heidelberg) über 100m Schmetterling (52,42 Sekunden), bei dem er sich überraschend auf Bahn eins durchsetzte. Kurzbahn-Europameister Marius Kusch (SG Essen/Team Elite) landete nach Vorlaufbestzeit (52,39) im Finale auf Rang drei (52,47). Das Olympiaticket hatte sich Kusch bereits im vorigen Frühjahr in 51,54 gesichert.

Über 1500m Freistil wurde Ruwen Straub (SV Würzburg/15:05,58 Minuten) Zweiter hinter dem Dänen Alexander Norgaard (14:54,11), die Olympianorm liegt hier bei 14:59,00.

Aufs Podest schaffte es zudem der Elmshorner Jacob Heidtmann als Dritter über 200m Freistil (1:48,31), hier glänzte Felix Auböck (AUT/1:45,70) als Sieger mit einer Topzeit. Heidtmann ist wie Heintz schon über die Lagenstrecke für Tokio qualifiziert.

Auch Lisa Höpink darf auf ein Olympiaticket hoffen

In Eindhoven gewann Kathrin Demler (SG Essen/2:12,45) über 200m Lagen vor Marie Pietruschka (SSG Leipzig/2:13,36), die Olympianorm (2:11,90) scheint in Berlin da noch machbar. Bis auf 23 Hundertstel hatte sich zudem Lisa Höpink (SG Essen/58,13 Sekunden) der Olympianorm über 100m Schmetterling (57,90) genähert, im Finale reichte es in 58,90 dann aber nur zum zweiten Platz hinter Maaike de Waard (NED/58,50).

Hinter dem nationalen Rekord schwimmenden Lokalmatador Arno Kamminga (26,80 Sekunden) belegten Fabian Schwingenschlögl (Neackarsulmer Sport-Union/27,04) und Melvin Imoudu (Potsdamer SV/27.20) die Plätze zwei und drei über 50m Brust.

Die Potsdamerin Sonnele Öztürk wurde in 2:12,56 Minuten Zweite über 200m Rücken hinter der Magdeburg trainierenden Freiwasser-Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal (NED/2:10,42), die sich im Vorlauf (2:09,72) nun auch einen weiteren Olympiastart im Becken sichern konnte. Ihre Magdeburger Trainingskolleg*innen Sarah Köhler, Isabel Gose und Florian Wellbrock treten morgen und übermorgen in ihrer Heimatstadt an. Ihre Rennen werden live auf sportdeutschland.tv übertragen. Die am Freitag erfolgreichen Athlet*innen erfüllten (in den olympischen Disziplinen) damit übrigens auch die Normzeiten für die Europameisterschaften im Mai in Budapest.

Dies gelang in Mission Viejo (Kalifornien) auch dem Potsdamer Eric Friese im Vorlauf über 100m Schmetterling (52,45 Sekunden). Als Final-Siebter (53,25) konnte er die Leistung dann aber nicht bestätigen.

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