Olympischer Fackellauf startet in Fukushima

25.03.2021, 18:10Uhr

© picture alliance/ Xinhua News Agency | Du Xiaoyi

Knapp vier Monate vor der geplanten Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli – 08. August) ist am Donnerstag der Olympische Fackellauf gestartet. In den kommenden 121 Tagen soll das olympische Feuer durch alle 47 Präfekturen Japans getragen werden, eine mehr als 9.600 Kilometer lange Strecke. Die Flamme, die traditionell für ein gemeinsames und friedliches Olympia steht, soll in diesem Jahr umso mehr Hoffnung für die verschobenen Spiele spenden.

„Diese kleine Flamme hat nie die Hoffnung verloren und hat auf diesen Tag gewartet wie eine Kirschblütenknospe, die kurz vor dem Aufblühen steht“, sagte die OK-Chefin Seiko Hashimoto.

Entzündet wurde die Fackel von Mitgliedern des japanischen Fußball-Nationalteams, erste Trägerin war die Spielerin Azusa Iwashimizu.

Und nicht nur die Fackel  hat in diesem Jahr eine besondere Symbolkraft. Auch ihr Entzündungsort. Die Zeremonie fand im Sportkomplex J-Village in Fukushima statt. Wo sich nach dem verheerenden Atomunglück im Jahr 2011 die Einsatzzentrale der Krisenmanager*innen befand, soll heute der Welt der Wiederaufbau der Region präsentiert werden. Die ersten drei Tage führt die Route durch die am stärksten vom Erdbeben betroffenen Präfekturen: Fukushima, Iwate und Miyagi.

Beifall klatschen ist erlaubt, jubeln nicht

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie läuft der Fackellauf in diesem Jahr unter einem strengen Hygienekonzept ab. Bei der Entzündung der Fackel in Fukushima waren keine Zuschauer*innen zugelassen, die gesamte Zeremonie wurde stattdessen live im Internet übertragen. Auch an der fast 10.000 Kilometer langen Laufstrecke darf nur bedingt zugeschaut werden: Die Japaner*innen dürfen nur in der Nähe ihres Wohnorts und unter Einhaltung der Abstandsregelungen zugucken. Beifall klatschen ist erlaubt, jubeln dagegen nicht.

Wie die Regelungen für einheimische Zuschauer*innen bei den Spielen an sich sein werden, steht noch nicht fest. Dass keine ausländischen Fans und Helfer*innen anreisen dürfen, haben die Organisator*innen bereits am vergangenen Samstag verkündet.