Sechs Deutsche im ISL-Halbfinale

10.11.2020, 21:04Uhr

© ISL

Die zweite Saison der International Swimming League (ISL) geht mit sechs Deutschen in die entscheidende Phase. Am heutigen Dienstag trugen die Teams der Profiliga das zehnte und damit letzte Vorrunden-Match aus. Als punktestärkstes der zehn Teams zogen die Cali Condors ins Halbfinale ein, die Aqua Centurions aus Italien sowie das US-Team DC Trident schieden auf Rang neun bzw. zehn dagegen aus.

Damit geht diese ISL-Saison auch für sechs der acht teilnehmenden deutschen Athlet*innen am Wochenende weiter – nur für Philip Heintz und Kathrin Demler hat die Zeit in Budapest ein frühzeitiges Ende. Während das Ausscheiden von Demlers Team bereits nach Match acht – ihrem letzten – feststand, hatten die Centurions heute nochmal die Chance, sich an die stärkeren Teams heranzuschwimmen. Philip Heintz gab dabei noch mal alles und wurde nur knapp geschlagen Zweiter über 400m Lagen (vor drittplatziertem Jacob Heidtmann) und Fünfter über 100m Lagen, doch das reichte leider nicht für den Einzug ins Halbfinale.

Am Samstag geht es weiter für Kusch und Co.

Nun heißt es für die übrig gebliebenen Deutschen ausruhen und Kraft tanken, bis es am nächsten Wochenende in die Halbfinals geht. Als aktuell Drittplatzierte stehen Marius Kusch und Christian Diener mit London Roar dabei an aussichtsreichster Position aus deutscher Sicht. Staffelexperte Kusch holte heute in der 4×100 m Lagen Mixed Staffel wertvolle letzte Punkte für London, während Diener im K.o.-Rennen über die Rückenstrecke antrat. Diese sogenannten Skins konnte er übrigens bereits einmal für sich entscheiden und nicht nur viele Punkte, sondern auch reichlich Preisgeld abräumen, heute blieb es für ihn hier jedoch nur bei Platz vier.

Zittern mussten bis Ende des letzten Matches Marco Koch und Damian Wierling mit ihren New York Breakers. Ihr Team war nämlich aus ihrem letzten Vorrundenmatch als viertes von vier Teams rausgegangen und stand damit auf dem achten Platz der Gesamttabelle. Hätten die Aqua Centurions um Philip Heintz heute eine deutlich höhere Punktzahl erzielt, wäre dies eventuell ein Aus für das New Yorker Team gewesen. Nun können beide aufatmen und sich unter Trainer Martin Truijens auf das Halbfinale vorbereiten. Nachdem sich Koch in seinem letzten Vorrundenmatch schonte, sehen wir ihn hoffentlich mit voller Power auf seiner Paradestrecke 200m Brust am Samstag wieder.

Auch den beiden ISL-Debütanten Jacob Heidtmann (LA Current) und Ramon Klenz (Team Iron) steht ihr erstes Halbfinale bevor. Nachdem Heidtmann am Dienstag im letzten Match nach einem siebten Platz über 200m Freistil, einen dritten auf 400m Lagen nachlegte und insgesamt acht Punkte auf das Konto seines Teams packte er, ziehen LA Current nun an vierter Stelle ins Semifinale ein. Team Iron folgt auf dem fünften Rang.

Am kommenden Wochenende winkt für die qualifizierten Athlet*innen dann nicht nur weiteres Kräftemessen mit den besten der Welt, sondern auch erhöhte Preisgelder. Das erste Halbfinale startet diesen Samstag um 12:00 Uhr.